Zum aus der Haut fahren – Wann Pflege nicht mehr ausreicht und ein Dermatologe aufgesucht werden sollte.

Im Winter werden Hände und Gesicht rau von der Kälte. Fischer haben stets rissige Hände vom Kontakt mit dem Wasser. In der Pubertät sind die meisten gezeichnet von mehr oder weniger schlimmer Akne. Auch erwachsene Menschen haben Mitesser auf der Nase oder auf dem Rücken. Haare wachsen ein, Pickel bilden sich. Auch Furunkel sind nicht selten.

Für all diese Symptome findet man Medikamente freiverkäuflich in der Apotheke. Doch wie lange soll man pflegen und wann sollte man einen Hautarzt aufsuchen? Vorliegend besprechen wir kurz vier häufige Hautunregelmässigkeiten und wann man einen Dermatologen beiziehen sollte.

Akne

Wenn sich in der Pubertät ein neuer Hormonhaushalt einstellt, reagieren die meisten mit Pickeln und Mitessern. Die am häufigsten betroffene Körperregion ist das Gesicht, im Speziellen die sogenannte T-Zone, also die Region zwischen Stirn, Nase und Kinn, jedoch können auch Schultern, Rücken oder Brust betroffen sein.

Akne wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, so zum Beispiel von Stress, hoher Luftfeuchtigkeit, bei Frauen spielt der Zyklus eine Rolle. Auch das manuelle «Ausdrücken» der Pickel kann die Infektion verschleppen und so die Akne verschlimmern. Ebenfalls haben Arzneimittel einen Einfluss und die Lebensweise, Rauchen beispielsweise.

Da sowohl bei Mädchen als auch bei Jungs mehr Androgene, also männliche Geschlechtshormone produziert werden, nimmt die Talgproduktion der Haut zu. Wenn der Talg nicht rechtzeitig und genügend ausgeschieden werden kann, verstopfen die Poren und unreine Haut entsteht, Mitesser bilden sich aus. Durch den Abbau des Talgs entstehen freie Fettsäuren, diese, aufgrund des anderen pH-Wertes, reizen die umliegende Haut. Dies wiederum ebnet den Weg für Entzündungen. Dies ist dann ein klassischer Pickel. Unter gewissen Bedingungen bilden diese Pickel dann aber Pusteln, man nennt das «Acne papulo-pusstulosa». Hierbei sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Ebenso kann sich eine «Acne conglobata» bilden, die schwerste Form von Akne. Hier ist es unvermeidlich einen Hautarzt aufzusuchen, denn diese Akne kann schwere Narben hinterlassen.

Grundsätzlich gilt also in der Pubertät, lieber einmal zu oft einen Dermatologen zu besuchen, als danach für den Rest des Lebens gezeichnet zu sein.

Muttermale

Muttermale sind eine heikle Angelegenheit und sollte unbedingt stets im Auge behalten werden: Schon bei kleinsten Veränderungen in der Farbe oder Beschaffenheit, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen und das Mal auf Gut- oder Bösartigkeit untersuchen zu lassen.

Hautausschlag

Ein Hautausschlag ist eine Rötung der Haut, die stark juckt. Es können viele Ursachen dahinterstecken. Zum Beispiel können ein ungewohntes Waschmittel, ein neues Kleidungsstück oder auch psychische Faktoren zu Grunde liegen.

Grundsätzlich sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich der Ausschlag rasch ausbreitet und ganz Besonders dann, wenn sich auch weitere Symptome wie Schwindel, Fieber oder Übelkeit dazugesellen.

Ebenso empfiehlt es sich, einen Dermatologen hinzuziehen, wenn der Ausschlag eitert oder stark anschwillt, wenn man dahinter Parasitenbefall vermutet, oder eine Pilzerkrankung oder wenn man kürzlich in ein tropisches Land gereist ist.

Natürlich sollte man mit Kleinkindern oder Säuglingen öfter zum Arzt, gerade auch wenn Veränderungen der Haut auftreten.